Mala-Wissen

Hier erfährst du, wie eine Mala-Kette aufgebaut ist, wie du sie beim Meditieren anwenden kannst und was ihre positiven Effekte sind.

Herkunft und Bedeutung

Der Begriff „Mala“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Meditationskranz“. Die Mala-Kette wird seit tausenden von Jahren von Hindus, Buddhisten und Yogis getragen und ist untrennbar mit dem spirituellen Weg verbunden. Durch den Alltag geprägte Glaubenssätze können durch das Meditieren mit einer Mala wieder bewusster erfahren und aufgelöst werden. Außerdem unterstützt sie dich bei der Fokussierung deiner Leitsätze. Dabei kann es sich um einen festgelegten Weg (eine Intention) handeln oder um eine positive Affirmation zur Stärkung deines Ichs.  

Im Großen und Ganzen stärkt sie das Ich-Bewusstsein und das Zusammenwirken von Körper und Geist.

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Where focus goes,

 

energy flows.

 

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Aufbau einer Mala

Eine Mala besteht in der Regel aus 108 Perlen und einer zusätzlichen „Guru-Perle“. Sie markiert den Start und Endpunkt der Meditation und besitzt häufig eine Verzierung, zum Beispiel eine Quaste.  

Die Zahl 108 ist eine besondere Zahl und hat viele Bedeutungen. Im Buddhismus verkörpern sie die 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas. Außerdem gibt es Überlieferungen, die aussagen, dass der Körper 108 Energiepunkte besitzt und ein Mantra (Leitsatz) erst nach 108 Wiederholungen seine volle Wirkung entfaltet.

Gemäß der tibetischen Tradition, wird nach 27 Perlen zusätzlich eine Marker-Perle mit einer anderen Größe oder einer anderen Beschaffenheit eingefügt. Diese dienen während der Meditation der Orientierung. Denn die Marker-Perlen ermöglichen es dir, zu fühlen, wie viele Wiederholungen du schon zurückgelegt hast und wie lange die Meditation noch andauert.

So kannst du deine Mala beim Meditieren anwenden

Eine Mala-Kette dient während der Meditation als Zählhilfe. Im Prinzip also genauso, wie im Christentum mit dem Rosenkranz gebetet wird. 

Hier erhälst du eine ausführliche Beschreibung zum Ablauf: 

 

  1. Setze dich am besten in den Schneidersitz (Sukasana).
  2. Nehme die Mala in die rechte Hand. Einige empfehlen den restlichen Teil der Kette mit der linken Hand aufzufangen, damit die Mala nicht den Boden berührt und frei von allen anderen Energien bleibt. 
  3. Jetzt spreche oder denke einen Leitsatz (Affirmation oder Intention) deiner Wahl. Mit jeder Wiederholung schiebst du eine Perle zwischen Daumen und Mittelfinder Richtung Handinnenfläche. So wandert die Mala immer weiter bis du bei der letzten, der 108ten Perle angekommen bist.
  4. Wenn du wieder an der Guru-Perle angekommen bist, wendest du die Mala und beginnst die nächste Runde mit der Perle, mit der Du die vorherige Runde beendet hast und gleite so wieder weiter von Perle zu Perle. 

WIE TRÄGT MAN EINE MALA-KETTE IM ALLTAG?

Allein das Tragen der Kette, unabhängig von Religion oder Kultur, führt bei vielen Menschen rund um den Globus erfahrungsgemäß zu einem beruhigenden und positiven Effekt.

 

Du kannst deine Mala ganz einfach um den Hals tragen. Viele Leute tragen sie auch unter ihrer Kleidung, um direkten Kontakt zur Haut und dem Herzen zu haben.

 

Wenn du deine Mala zu deiner Yoga-Session mitnimmst, legst du sie am besten neben deiner Matte auf den Boden. So behindert sie dich nicht bei deinen Yoga-Übungen und du hast sie trotzdem immer im Blick. Sie erinnert dich daran auf deine Atmung Acht zu geben und deinen Fokus bei dir zu behalten. Gleichzeitig wird die Mala mit deiner positiven Yogi-Energie aufgeladen. 

WAS MACHT EINE MALA-Kette so BESONDERS?

Es sind die energetischen Eigenschaften der Edelsteinperlen, die eine Wechselwirkung mit der Energie deines Körpers eingehen.

Sie nehmen deine Körper-Energie auf und speichern sie in sich, während sie gleichzeitig auch ein Stück ihrer eigenen Energie an dich abgeben. 

Du wirst schnell feststellen, dass sich zwischen dir und deiner Mala eine besondere Beziehung entwickelt. Aus diesem Grund ist eine Mala auch ein sehr persönlicher Gegenstand. Du solltest sie nicht einfach bedenkenlos anderen Menschen zum Tragen geben. Du solltest dir auch nicht einfach eine Mala von jemandem für ein paar Tage ausleihen.